»Die Verwaltung steht vor der Aufgabe, mit Vielfalt umzugehen.«

Deborah Miller*

Deborah Miller* befindet sich in der Ausbildung zur Regierungsinspektorin (RI) auf Probe. Zurzeit arbeitet sie beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg im Bereich Personalservice und wird später eventuell in die Ausländerbehörde wechseln.

Sie lernen gerade den Bereich Personalservice kennen. Welche Aufgaben fallen da an?

Alles, was man sich im Zusammenhang mit Mitarbeiterbetreuung vorstellen kann. Das reicht von Einstellungen von Mitarbeiter/innen über das Ausstellen von Dienstausweisen und Arbeitszeugnissen bis hin zur Genehmigung von Dienstreisen. Aber wir bewilligen auch Elternzeit, stellen Mitglieder von Personalvertretungen frei und sind zuständig für die Gewährung von Bildungsurlaub. Und schließlich stellen wir auch die Bescheinigungen für Krankenkassen, Arbeitsagenturen, Finanzämter und Rentenversicherungsträger aus. Zu tun gibt es wirklich jede Menge!

Mit welchem Studium konnten Sie Ihre Ausbildung zur Regierungsinspektorin beginnen?

Ich habe Verwaltungswirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin studiert und im Jahr 2011 meinen Bachelor gemacht.

Und wie sind Sie auf die Idee gekommen, bei der Berliner Verwaltung zu arbeiten?

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport stellt jedes Jahr mehrere RI’s ein. Davon habe ich schon während meines Studiums an der HWR von meiner Studienfreundin erfahren und mich daraufhin auf die Ausschreibung beworben. Seit knapp zwei Jahren bin ich jetzt dabei.

Haben Sie verschiedene Arbeitsbereiche kennen lernen können?

Mein Arbeitgeber, die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, gibt mir während meiner dreijährigen Probezeit die Möglichkeit, mich in verschiedenen Bereichen umzusehen. Momentan lerne ich die Arbeit einer Bezirksverwaltung kennen. Davor war ich bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen beschäftigt. Dort habe ich unter anderem bei der Konzeption und Organisation von Veranstaltungen mitgewirkt. Als letzte Station meiner Probezeit bekomme ich die Möglichkeit, bei einer nachgeordneten Behörde, zum Beispiel der Ausländerbehörde, zu arbeiten.

Was meinen Sie, wie „gestalten“ Sie Berlin mit?

In Zukunft steht die Berliner Verwaltung vor der Aufgabe, mit Vielfalt umzugehen. Dazu gehört auch die Heterogenität der Bevölkerung abzubilden und einen gelungenen Umgang mit dieser zu finden. Dazu möchte ich beitragen!

Welche Aufstiegschancen sehen Sie für sich?

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, aber ein vielfältiges Fortbildungsangebot der Verwaltungsakademie Berlin gibt jedem Beschäftigten und Beamten die Möglichkeit aufzusteigen.

Spielt Ihr Migrationshintergrund eine Rolle im Arbeitsalltag?

Ich bin erst seit kurzem in der Berliner Verwaltung und konnte diesbezüglich nichts Negatives feststellen. Im Alltag und während meiner Schulzeit, einschließlich des Studiums, leider schon.